Ansprechpartner Dr. Sonja Billmeyer *, Dr. Simone Pfeffer *
Ort:
Berlin
Ansprechpartner:
Dr. Sonja Billmeyer *, Dr. Tobias Wagner
Beschreibung:
Einladung und Agenda zum Unternehmerdialog als PDF-Dokument
Mit einer internationalen Sicht auf Deutschland als Arbeits- und Forschungsstandort lieferte Edward R. Kozel, Vorstand Technologie und Innovation, Deutsche Telekom, eine pointierte Darstellung als Grundlage für angeregte Diskussionen beim Dinner des ersten Veranstaltungstags.
Deutschland hat – so stellte Prof. Spath in seinem hochaktuellen Vortrag fest – einen guten Innovations-Output (Innovationserfolg) bei eher durchschnittlichem Einsatz von Input-Indikatoren. Die Krise 2009 haben wir in Deutschland unter anderem mit individuellen Lösungen bei der Arbeitszeitflexibilisierung erfolgreich gemeistert. Gemeinsam und geräuschlos haben Gewerkschaften und Arbeitgeber in vielen Unternehmen für Entlastung an der Kostenfront gesorgt. Neben dieser hohen Flexibilität sind unsere Stärken der Export hochwertiger Technologien und die hohe Innovations¬orientierung des Mittelstandes sowie ein leistungsstarkes Ausbildungs- und Forschungssystem. Ist das deutsches Innovationssystem besonders effizient, weil mit durchschnittlichem Input ein überdurchschnittlich guter Output erzielt wird?
Oder ist die aktuell gute Position beim Innovationsoutput gefährdet, wenn im Bereich der Input-Faktoren in Zukunft keine Verbesserungen erzielt werden? Nachholbedarf haben wir im Vergleich zu anderen EU-Staaten vorallem bei der Finanzierung von Innovationen und im Bildungssystem. Eine konsequente Erhöhung der Bildungsinvestitionen und eine Verbesserung der Qualität der Bildungsinstitutionen könnten uns hier aufschließen lassen. Für langfristigen Innovationserfolg ist eine Attraktivitätserhöhung der MINT-Fächer und des Ingenieurberufes ebenso wichtig wie mehr Frauen und Personen mit Migrationshintergrund in MINT-Fächern auszubilden.
Prof. Spath stellte die Forschung für die Stadt der Zukunft am Fraunhofer IAO Vor und sprach eine Einladung aus: Im nächsten Jahr freuen wir uns auf einen Besuch im „Living Lab“ Gebäude, dass für das Fraunhofer IAO im Institutszentrum Stuttgart der Fraunhofer-Gesellschaft gerade gebaut wird. Neue Arbeitsumgebungen werden hier erprobt.
Alexander Broj, IBM zeigte, dass Personalführung in einer grenzenlosen Welt mehr Kreativität, Flexibilität und Geschwindigkeit erfordert. Eine besondere Herausforderung ist die Entwicklung der nächsten Generation kreativer Führungskräfte. Es geht um die schnelle Entwicklung von Kompetenzen und Fähigkeiten zur Nutzung neuer Marktchancen zunehmend globaler und vielfältiger Teams. Aber auch um die Nutzung kollektiver Fähigkeiten und die Förderung von Zusammenarbeit und Wissensaustausch zur Steigerung von Effizienz und Innovationskraft. Dem Fachkräftemangel, der für 93%der Unternehmen zur Wachstumsbremse wird, begebnet Cornelia Mochwitz, Inhaberin T3, mit einem System zum Wissenserwerb, dass vo Wissenserarbeitung über Wissensverarbeitung zu Praxis-(v)erprobung geht um schließlich Kompetenzentwicklung für kreative Führungskräfte sicherzustellen.
Jede vierte bis fünfte Produktionsverlagerung wird innerhalb von 2-4 Jahren rückgängig gemacht! Dr. Steffen Kinkel vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI nennt die mangelnde Stimmigkeit von Strategie und Bewertungskriterien für die Standortentscheidung als einen Grund. Bewertungskriterien werden allzu oft auf Kostenfaktoren eingeschränkt. Nur wenige deutsche Betriebe sind Kostenführer.
Teilnahmegebühr: 130 EURO
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