Ansprechpartner Dr. Sonja Billmeyer *, Dr. Simone Pfeffer *
Seit seiner Gründung im Jahre 1990 versteht sich das Institut für Produktivität und Qualität als Plattform für den offenen Austausch von Ideen und Erfahrungen zwischen Unternehmern und Managern. Ziel ist die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland in schnell veränderlichen, globalen Märkten durch branchenübergreifendes Lernen.
Dr. Tyll Necker, der frühere Vorsitzende der IPQ-Jury hat das IPQ als „Selbsthilfeeinrichtung der deutschen Wirtschaft“ zum Thema Wettbewerbskraft bezeichnet. Das früh gewählte Arbeitsprinzip des Instituts heißt „Unternehmenspraxis im Dialog“.
Dieser Dialog dient somit in erster Linie der Erfüllung der satzungsmäßigen Zwecke des IPQ. Unter Beachtung der Interessen der beteiligten Mitglieder werden die Ergebnisse aus dem offenen Dialog der gesamten Wirtschaft am Standort Deutschland zur Verfügung gestellt. Durch die wissenschaftliche Begleitung des Dialogs im Rahmen des IPQ-Stipendienprogramms gewinnt der Austausch an inhaltlicher Qualität und das IPQ kommt damit seiner Zielsetzung der Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses nach.
Um die zur Erfüllung der Zwecke notwendige Offenheit und den direkten Erfahrungsaustausch auch in einem wachsenden Kreis von Mitgliedern zu gewährleisten, formuliert das IPQ folgendes Selbstverständnis:
Dialog auf Augenhöhe
Durch offene Gespräche unter Partnern auf Augenhöhe profitieren wir gegenseitig von unseren Erfahrungen und gewinnen so wertvolle Erkenntnisse für eine nachhaltige Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Damit lassen sich häufig neue Gestaltungsspielräume entdecken und Potenziale erschließen, die jedes Unternehmen individuell einsetzen kann, um den Unternehmenserfolg positiv zu beeinflussen.
Zu den Veranstaltungen des IPQ laden wir in der Regel ausschließlich Mitglieder der Vorstände oder Geschäftsleitungen sowie Inhaber unserer Mitgliedsunternehmen ein. Daneben nehmen grundsätzlich auch die an der wissenschaftlichen Begleitung Beteiligten, insbesondere die IPQ-Stipendiaten, teil. Soweit es das Format der Veranstaltung erlaubt, können in Absprache mit dem Vorstand auch Interessenten eingeladen werden, die den Zielen des IPQ, der Satzung und diesem Selbstverständnis entsprechen.
Das IPQ versteht sich dabei keineswegs als Alternative zu kommerziell organisierten Veranstaltern von Tagungen und Fortbildungen, sondern lebt ausschließlich vom offenen Dialog, den die Inhaber und Manager unserer Mitgliedsfirmen selbst in die Diskussion einbringen.
In das IPQ nehmen wir ausschließlich Unternehmen auf, die sich zu den Zielen, der Satzung und diesem Selbstverständnis bekennen. Die Unternehmensgröße spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Art und Umfang der unternehmerischen Tätigkeit sollte jedoch einen Dialog auf Augenhöhe möglich machen.
In diesem Sinn sollen die Beschlüsse des Vorstands zur Aufnahme von Interessenten einstimmig ergehen, Zweifel an der Mitgliedsfähigkeit zuvor offen angesprochen und nach Möglichkeit ausgeräumt werden. Der Aufnahme von Unternehmen, die sich schwerpunktmäßig mit der Beratung anderer Unternehmen in Angelegenheiten beschäftigen, die auch das IPQ zum Thema haben kann, wird der Vorstand grundsätzlich nicht zustimmen.
Vertraulichkeit für den persönlichen, praxisorientierten Austausch
Vom Erfahrungsaustausch profitieren alle Mitglieder gleichermaßen. Der vertrauliche Rahmen der Veranstaltungen gewährleistet dies, setzt aber auch ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen und Verschwiegenheit aller Teilnehmer voraus.
Über Bereichs- und Branchengrenzen hinweg diskutieren wir Ideen, Konzepte und Erfahrungen. Hierbei sollen auch Problembereiche oder negative Erfahrungen offen angesprochen werden können. Meist verzichten wir deshalb auf detaillierte schriftliche Unterlagen, Aufzeichnungen oder Mitschriften. Welche Ergebnisse im Sinne des Satzungszweckes veröffentlicht werden, wird grundsätzlich vorab innerhalb des Vorstandes und der jeweils betroffenen Unternehmen abgestimmt.
Wir wissen, dass es eine besondere Vertraulichkeit erfordern kann, bestimmte Themen nur im Austausch einzelner Mitglieder auf bilateraler Ebene zu besprechen. Das IPQ soll es ermöglichen, geeignete Gesprächspartner hierfür zu finden. Eine Mitteilung von Erkenntnissen und Ergebnissen aus solchen Gesprächen an alle Mitglieder oder an die Öffentlichkeit ist jedoch wünschenswert, sobald und soweit dies möglich ist (z.B. im Rahmen von Veranstaltungen, im Mitgliederbereich der Website oder in Form von Jahresberichten).
Vielfalt und Offenheit in der Gestaltung der Zusammenarbeit
Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und vor allem im Rahmen der Fachgruppenarbeit Veranstaltungen anzubieten. In den Fachgruppen werden Themen detailliert und fachspezifisch behandelt. Insbesondere größere Unternehmen können deshalb hierzu auch Entscheider ihrer jeweiligen Fachbereiche in oberer leitender Funktion entsenden.
Wir wünschen uns eine Vernetzung und gegenseitige Unterstützung der Mitglieder untereinander, von der alle Beteiligte profitieren. Die aktive Ansprache anderer Mitglieder zur Werbung oder Kundenakquise ohne vorheriges Einverständnis des einzelnen Mitglieds lehnen wir jedoch ab. Ebenso wenig erwarten wir, dass Mitglieder untereinander kostenfreie oder vergünstigte Leistungen erbringen.